Hot Stone Massage

Geschichte: Die Massage mit warmen oder heißen Steinen hat
keinen festgelegten Ursprungsort. Im gesamten asiatischen,
pazifischen und amerikanischen Raum wird sie aus Urzeiten übermittelt. Hauptsächlich wird jedoch der indianische Ursprung beschrieben. Tatsächlich ist die Behandlung mit warmen Steinen in allen Erdteilen unabhängig voneinander entwickelt worden. In Asien war das Auflegen von warmen Steinen bereits vor der Besiedelung der Polynesischen Länder bekannt, generell wird der Ursprung dieser Methode dem Heilwesen und Schamanismus zugeschrieben.

Wirkung: Die Hot Stone Massage führt eine wohltuende Tiefenentspannung herbei, vermindert Stress und Nervosität, löst Verspannungen und erhöht die Mobilität des gesamten Bewegungsapparates. Die Temperaturreize stärken Gewebe und Gefäße wodurch der Stoffwechsel angeregt wird und der Abtransport von Schlackenstoffen verbessert wird. Der Energiefluss wird durch Lösen von Energieblockaden in den Meridianen angeregt und Körper und Geist werden harmonisiert.

Durchführung: Im Wasserbad auf ca. 55 - 60°C erhitzte Basaltsteine werden auf bestimmte Energiepunkte gelegt, um den Energiefluss zu harmonisieren. Dadurch wird schon vor Beginn der Massage Wärme an den Körper abgegeben, um auch tiefer liegende Regionen zu lockern. Die angenehme Wärme beschleunigt den Blutfluss und verbessert dadurch die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff. Gleichzeitig können Schlackenstoffe besser abtransportiert werden. Massiert wird mit den Händen und mit den Steinen, die besonders gut für Friktionen (kleinflächige Reibungen) geeignet sind. Im Anschluss an die Massage folgt noch eine Ruhezeit.

Gegenanzeigen: Bei folgenden Beschwerden sollte keine Hot Stone Massage durchgeführt werden: Diabetes, Herz-Kreislaufbeschwerden, Gefäßerkrankungen, Krebs, Epilepsie, offene Wunden und frisch verheilte Narben, Hauterkrankungen, entzündliche Prozesse, Fieber, Erkrankung des Nervensystem, Schwangerschaft

Lomi Lomi Nui

Ursprung: Lomi Lomi Nui – die traditionelle hawaiianische Massage hat ihren Ursprung in der traditionellen Heilkunst von Hawaii und war Bestandteil der dortigen Kräuterheilkunde. Sie wurde von den schamanischen Heilern als Element zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt und um Menschen auf einen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten, hier sollte sie reinigen und von belastenden alten Energien befreien. Jeder Heiler entwickelte gemäß Familientradition einen eigenen Massagestil, so dass es auch auf Hawaii nie den originalen Lomi-Stil gab. Mit der Christianisierung der Hawaiiani­schen Bevölkerung wurde ab 1820 die Ausübung der Naturreligion und auch die traditionelle Heil­behandlung verboten und war nur noch illegal möglich. Lomi Lomi blieb jedoch als reine Entspan­nungs­massage erlaubt und so bis in die heutige Zeit erhalten. In der Landessprache bedeutet „lomi“ so viel wie reiben, kneten oder drücken, die Verdoppelung verstärkt diese Bedeutung. Nui heißt groß, wichtig oder einzigartig. Lomi Lomi Nui lässt sich über­setzen als "einzigartiges, starkes Kneten".

Durchführung: Der Massierende arbeitet bei der Lomi Lomi nicht nur mit seinen Händen, sondern mit den gesamten Unterarmen einschließlichder Ellenbogen. Seine Bewegungen sind fließend und leicht schaukelnd. Die Massage wird hauptsächlich mit den Unterarmen durchgeführt und kombiniert harmonisch fließenden Streichungen mit tiefer Bindegewebsmassage und passiven Gelenksbewegungen und Dehnungen. Die Massage kann dazu sanft und beruhigend sein, aber auch stärker und in den Schmerz hineingehend, um tiefliegende Spannungen aufzulösen. Jeder einzelne Körperteil erhält durch sanftes Drücken, Streichen und Dehnen Verwendung von viel warmem Öl spezielle Aufmerksamkeit, bis alle Sinne in tiefer Entspannung versinken. Nach der Massage fühlt sich die Haut weich an und jeder Muskel ist entspannt und locker.

Wirkung: Diese Massage soll Blockaden auf körperlicher und seelischer Ebene lösen und die Harmonie von Körper, Geist und Seele wiederherstellen. Sie revitalisiert den Körper und stärkt das Nervensystem, aktiviert den Lymphfluß, die Durchblutung und die Stoffwechselprozesse des Körpers. Die Lomi Massage harmonisiert die linke und rechte Gehirnhälfte , sie bringt die Lebensenergie wieder ins Fließen und weckt die Lebensfreude. Lomi Lomi ermöglicht ein tiefes Entspannen und Loslassen auf allen Ebenen. Die Massage ist vergleichbar mit einer Kombination zwischen ayurvedischer Massage (Ölmassage mit vielen Ausstreichungen) und Shiatsu, bei dem es viel um Körperdehnung und Gelenkdrehung geht. Lomi Lomi Nui hilft beim Abbau von Stressblockaden und beim Lösen von Verspannungen. Das Ziel dieser Massage ist es, den Menschen wieder zu regenerieren und in Einklang mit sich und seiner Umwelt zu bringen.

Aroma-Massage

Geschichte: Die Verwendung von natürlichen Duftstoffen und Aromen ist so alt wie die Menschheit selbst. Seit das Feuer bekannt ist werden Pflanzen und Pflanzenteile verbrannt. Man entdeckte mit der Zeit, dass die Wohlgerüche die dabei entstanden auch das Wohlbefinden beeinflussten. Daher gehört das „Beräuchern“ von Kranken zu den ältesten bekannten Heilbehandlungen. Im alten China wo die Pflanzenheilkunde den gleichen Stellenwert besitzt wie die Akupunktur entstanden die ersten Verbindungen von Aromen und Massagen mit der „Aroma-Meridianmassage“, die den Körper harmonisierte und den Energiefluss löste. Im Europäischen Raum verbreitete sich das Wissen um die Wirkung von Kräutern zunächst nur in den Klostergärten. Im späten Mittelalter entwickelte sich dieses „geheime Wissen“ hauptsächlich in den Apotheken weiter. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte René Maurice Gattefossé, dass die Verbrennungen, die er sich bei einem Unfall zugezogen hatte, durch die Behandlung mit Lavendelöl schnell und ohne Narben abheilten. Er erkannte durch seine Forschungen, dass bereits ein kleiner Tropfen eines ätherischen Öls hilft, Beschwerden zu lindern und Stress abzubauen.

Wirkungsweise: In erster Linie wirken die ätherischen Öle über den Geruchssinn. Man verbindet bestimmte Düfte mit positiven Gefühlen und Empfindungen und erreicht dadurch eine entspannende Wirkung. Die eingeatmeten ätherischen Öle nehmen Einfluss auf das zentrale


Nervensystem und können je nach körperlich-seelischem Zustand eine heilende, entspannende oder anregende Botschaft an den Körper übermitteln. Außerdem nimmt der Körper über die Haut die Wirkstoffe der ätherischen Öle auf, so dass sie später noch in geringen Mengen in der Blutbahn nachgewiesen werden können und auch hier positiv wirksam werden, indem die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

  • Belebend und anregend wirken z.B. Fichtennadel, Latschenkiefer, Neroliöl, Orangenöl, Pfefferminzöl, Rosmarinöl, Zitronenöl, Kampfer, Menthol. 
  • Beruhigend und ausgleichend wirken dagegen z.B. Baldrian, Basilikum, Eukalyptus, Hopfen, Kamille, Lavendel, Majoran, Melisse, Myrrhe, Nelke, Rose, Salbei, Thuja, Thymian, Wacholder. 
  • Antibiotisch wirken z.B. Teebaum, Kamille, Zwiebel, Knoblauch.
  • Schmerzlindernd wirken z.B. Nelke, Rosmarin, Menthol, 
  • krampflösend wirken z.B. Lavendel, Melisse, Ylang Ylang
  • Hautpflegend sind z.B. Lavendel, Benzoe, Rose
  • Konzentrationsfördernd wirken z.B. Eukalyptus, Geranie, Lemon Gras, Zitrone
  • Verdauung stärkend wirken z.B. Kümmel, Majoran, Zimt
  • Wirkung auf Gefühl und Seele haben z.B. Lavendel, Rose, Sandelholz, Ylang Ylang

Durchführung: Während der Massage beginnen ätherische Öle und Aromen Wirkung zu entfalten. Sie werden dazu in einem hochwertigen Trägeröl einmassiert. Eine anschließende Ruhepause dient der Entspannung und Vertiefung der Wirkung. Die Öle sollten mehrere Stunden auf der Haut verbleiben um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, deswegen empfiehlt es sich nach der Massage nicht sofort zu duschen.