TCM: TRADITIONELL CHINESISCHE MEDIZIN

Traditionelle chinesische Medizin wird gemäß historischen Quellen seit 3000 Jahren erfolgreich ausgeübt. Sie betrachtet den Menschen ganzheitlich und Krankheiten ursachenorientiert.
Dabei steht immer das Qi (sprich: dschi) im Mittelpunkt, unsere Lebensenergie die unseren Körper auf den Meridianen und auch unsere gesamte Umgebung durchfließt. Ein Ungleichgewicht der Lebensenergie verursacht Krankheit und eine Heilung erfolgt immer durch das Wiederherstellen dieses Gleichgewichts.
Dazu nutzt die Traditionelle chinesische Medizin vielfältige Behandlungsarten wie Akupunktur, Akupressur, QiGong, Arzneitherapie, Tuina-Massage, Ernährung nach den 5 Elementen u.v.m.
In unserer Praxis nutze ich vorwiegend die Gua Sha Therapie, Akupressur und die Schröpfmassage aber auch die Akupunktur zur Unterstützung um die vielfältigen Probleme im Bereich der Muskulatur anzugehen. Die Basis für diese Tätigkeit legte ich bei meinem Studium der Traditionellen Chinesischen Medizin an der Universität von Peking, welches ich von 1995 bis 1998 absolviert habe. Dabei lernte ich außerdem verschiedene Diagnosetechniken wie z.B. die Puls-,Zungen und Augendiagnose. Weiter habe ich im Studium alle üblichen Stationen absolviert, wie z. B. Innere Medizin, Onkologie, Neurologie und vor allem die Schmerztherapie.
Ich habe mich für das Studium der TCM entschieden, weil ich von der Chinesischen Medizin überzeugt bin da sie auf eine uralten Tradition basiert und einen ganzheitlichen Ansatz hat.

Akupunktur

Ursprung: Die Entwicklung der Akupunktur begann vor mehr ca. 3500-4000 Jahren in China. Die ersten Behandlungen mit der Akupunktur wurden mit geschliffene Steine, sowie Knochen- und Bambusnadeln durchgeführt, um Krankheiten zu heilen. Später entwickelte sich daraus die Therapie mit Nadeln aus Bronze, Silber und Gold.
Weiterhin wurde damals erstmalig das Qi (Chi) definiert. Als Qi bezeichnete man die Lebensenergie. Sie ist damit zu einem Grundbegriff der heutigen traditionellen chinesischen Medizin geworden. Das Qi fließt in Hauptmeridianen, die an mehr als 360 festgelegten Punkten durch Einstechen mit Nadeln und eventuell auch durch Akupressur beeinflusst werden kann. Durch die Nadelreizung soll das gestörte Energiegleichgewicht der Gegensatzpaare Yin und Yang und der Fluss des Qi wieder hergestellt werden. Krankheiten entstehen dann, wenn der Fluss des Qi stockt, wenn also die Harmonie von Ying und Yang gestört ist. Aufgabe des Therapeuten ist es, die Störungen zu erkennen und den Körper zu unterstützen, um ein Ying/Yang Gleichgewicht wieder herzustellen.

Kontraindikationen: Wenn der Organismus sehr geschwächt ist, so dass keine Selbstheilungskräfte aktiviert werden können.

  • Bei Patienten in einem sehr schlechten Allgemeinzustand
  • Bei akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen, z.B. allergisches Ödem, Status asthmaticus. usw. 
  • Bei erhöhter Blutungsneigung
  • Bei Punkten in geschädigten Bereichen, z.B. Verbrennungen, Ekzeme, Infektionen
  • Bei Schizophrenie
  • In der Schwangerschaft: Punkte im Bauchbereich und Punkte, die zu stark stimulieren

Indikationen (WHO): Hier nur ein Auszug aus den behandelbaren Erkrankungen:HNO

  • Schnupfen 
  • Nasennebenhöhlenentzündung 
  • Allgemeine Erkältungskrankheiten

Bronchiale Erkrankungen

  • Asthma bronchiale 
  • Akute Bronchitis 
  • Akute und chronische Rachenentzündung

Augenerkrankungen

  • Akute Bindehautentzündung
  • Grauer Star
  • Netzhautentzündung

Erkrankungen der Mundhöhle

  • Zahnschmerzen 
  • Zahnfleischentzündung
  • Schmerzen nach Zahnentfernung

Magen-Darm-Erkrankungen

  • Chronisches Zwölffingerdarmgeschwür 
  • Durchfall
  • Lähmung der Darmbewegung 
  • Speiseröhren- und Mageneingangskrämpfe
  • Übersäuerung des Magens 
  • Akute und chronische
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Akute und chronische Dickdarmentzündung

Neurologische Erkrankungen

  • Kopfschmerzen 
  • Migräne 
  • Gesichtslähmung
  • Neurogene Blasenfehlfunktion 
  • Nervenentzündungen
  • Schmerzen im Zwischenrippenraums 
  • Bettnässen 
  • Lähmungen nach Schlaganfall 
  • Arthritis (entzündliche)
  • Allgemeinerkrankung des Bindegewebes

Orthopädische Erkrankungen

  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Tennisellenbogen 
  • Hexenschuss
  • Schmerzen im Bereich des Ischiasnervs

Gua Sha

Der Ursprung dieser Therapieform liegt in Asien. Hinter diesem, anfangs etwas schwer auszusprechenden, Wort verbirgt sich eine uralte asiatische Heilmethode. Die Bezeichnung bedeutet das Ausschaben (Gua) von Verspannungen mit anschließender Hautrötung (Sha). Bei dieser Therapieform wird, in den meisten Fällen, der Rücken behandelt. Somit ist auch die Hauptindikation für diese sehr effektive Therapie der Rückenschmerz.
Beschwerden bei Hüftleiden oder auch Kniebeschwerden können damit behandelt werden. Bearbeitet werden die tiefen Muskelregionen und nicht wie bei der klassischen Massage die oberflächlichen Muskelpartien. Durch die verstärkte Durchblutung dieser Bereiche wird der Stoffwechsel angeregt und eine Entgiftung des Gewebes findet statt. Während der Behandlung wird ein Öl auf die zu behandelnden Hautpartien aufgetragen und anschließend mit einem speziellen Schaber, begonnen auf diesen Hautpartien zu schaben. Obwohl die so behandelten Hautpartien danach oft aussehen wie nach einer Folter, spürt der Patient während der Behandlung und auch danach so gut wie keine Schmerzen, sondern Erleichterung. Zusätzlich findet diese spezielle Therapie auch Anwendung bei: Bewegungseinschränkungen des Kopfes, verspannungsbedingter Migräne, Posttraumatischen Erlebnissen (HWS Syndrom) und sonstigen hartnäckigen Verspannungen. Für diese Massage sollten ca. 40 min. eingeplant werden.

Schröpfen

Durchführung: Während der Schröpfmassage wird, abhängig von der behandelten Körperpartie, in unterschiedlich großen Schröpfgläsern ein Vakuum erzeugt. Dies kann durch Hitze geschehen oder durch die Verwendung von Saugnäpfen. Die Schröpfgläser werden nun auf der zuvor eingeölten Hautpartie mit ziehenden oder kreisenden Bewegungen verschoben.
Wirkung: Das Schröpfen ist ein Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin und gehört dort zu den ausleitenden Verfahren. 


Im Bereich von Myogelosen (muskuläre Verhärtungen) soll die Schröpfmassage intensiv durchbluten und den Abbau der Verhärtungen ermöglichen. Es können aber auch je nach Lage der Schröpfstellen innere Organe positiv beeinflusst werden. Unter anderem kann Schröpfen auch noch bei Migräne, Rheuma, Bandscheibenproblemen, Hexenschuss, Bluthochdruck, Bronchitis, Asthma, Verdauungsproblemen, Erkältungskrankheiten, Herz-Kreislauferkrankungen und vielen anderen Beschwerden hilfreich sein.

Rauchentwöhnung durch Akupunktur

Ist Ihnen der Gedanke schon häufiger gekommen „rauchfrei“ zu werden?
Und konnten Sie diesen - aus welchem Grund auch immer - nicht in die Tat umsetzen?
Haben Sie sich auch schon mal ausgerechnet, dass Sie für das Geld, welches Sie pro Jahr für Zigaretten ausgeben, auch in Urlaub fahren oder ein neues Auto kaufen könnten?

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit an, mit Hilfe der TCM ( Akupunktur ) einen Schritt in die richtige Richtung zu tun. Die Akupunktur wird schon lange erfolgreich im Bereich der Raucherentwöhnung eingesetzt. Ein Vorteil ist sicherlich, dass Akupunktur praktisch frei von negativen Nebenwirkungen ist. Durch den Rauchentzug werden hauptsächlich psychische Entzugserscheinungen verursacht. Der rein körperliche Entzug ist relativ schnell vergessen, sonst könnte kein Raucher nachts durchschlafen. Aber das psychische Verlagen ist extrem stark. Bei der Akupunkturbehandlung, der mindestens eine 24stündige Entzugsphase vorangehen sollte, werden sogenannte „Suchtpunkte“ angesprochen, die das Verlangen und die Entzugserscheinungen lindern. Wie jede andere Methode ist Akupunktur nur eine unterstützende Maßnahme. Der feste Willen, mit der Angewohnheit zu brechen, ist natürlich unverzichtbar für den Erfolg der Behandlung. Und vielleicht können Sie sich ja von dem eingesparten Geld einen kleinen oder größeren Traum erfüllen …

Mit Akupunktur abnehmen

Ein immer größer werdendes Problem unserer westlichen Kultur stellt das Übergewicht dar. Es ist erschreckend, wie sich Fast-Food, ungesunde Lebensweise, Medien, unzureichende Bewegung und die Allgegenwärtigkeit des Essens im Überfluss auf unsere Bevölkerung auswirkt. Übergewicht entsteht in der Regel dadurch, dass dem Körper durch Nahrungsmittel mehr Energie zugeführt wird, als er benötigt. Doch weniger essen bereitet vielen Übergewichtigen Probleme. Wie schön wäre es doch da einfach das störende Appetitgefühl, welches die meisten Fressattacken auslöst, einfach „auszuschalten“ bzw. zu regulieren? Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Akupunktur beim Abnehmen einen erheblichen Beitrag leisten kann.

Die Ursachen für vermehrtes Essen sind nach Auffassung der chinesischen Medizin sehr unterschiedlich. Nervosität, Depressionen, Unausgeglichenheit, Müdigkeit oder Stress können den Appetit unbemerkt auf Dauer steigern. Wissenschaftlich bewiesen ist die Wirkung von Ohrakupunktur auf das Appetitgefühl und somit auf das Abnehmen. Ohrakupunktur kann den Appetit zügeln, das Abnehmen erleichtern, bei der gesunden Regulierung des Körpergewichts helfen und den oft gefürchteten Jo-Jo-Effekt verhindern. Übergewicht kann mit Hilfe der TCM sehr gut behandelt werden. Wichtig dabei ist, sich sinnvolle, realistische und langfristige Ziele zu setzen.

Wichtige Voraussetzung für den Langzeit- Plan: Er sollte ohne strenge kalorienarme und rohkostreiche Alles-oder-Nichts-Diät auskommen. Crash - Diäten führen nämlich meist zu einer energetischen Schwächung und Abkühlung des Organismus. Besser ist eine kalorienreduzierte, kohlenhydratreiche Diät.

Patienten sollten die Nahrungsmittel dabei ganz individuell und typgerecht ausgewählt werden. So kommt es trotz verringerter Kalorienzufuhr zu einer energetischen Stärkung des Organismus. Im Gegensatz zur westlichen Ernährungslehre, bei der sich alles um Kalorien, Vitamine und Mineralstoffe dreht, geht es bei der chinesischen Diätetik um die Wirkungen, die die Nahrung auf die Lebensenergie hat.

Psyche: Unser Unterbewusstsein hat beim Thema Gewicht oftmals entscheidenden Einfluss, denn wer aus Frust, Langeweile oder depressiven Verstimmungen heraus isst, entwickelt häufig eine Art Suchtverhalten. In diesem Bereich hat sich besonders die Ohrakupunktur bewährt. Hier werden im Gegensatz zur Akupunktur am Körper, kleinere, kürzere Nadeln verwendet, die dann auch für eine längere Dauer am Ohr verbleiben. Diese Art der Akupunktur zum Abnehmen hilft dabei, den Kreislauf aus Gefühlen und Essen zu durchbrechen. So kann man gesund abnehmen, ohne ständig gegen die eigenen Empfindungen kämpfen zu müssen.

In den meisten Fällen reicht eine solche Behandlung alleine nicht aus, um erfolgreich abzunehmen. Aber der Einsatz der Akupunktur kann maßgeblich dazu beitragen, dass es einfacher wird, das Essverhalten dauerhaft zu verändern und damit auch für immer schlank zu bleiben. Ein weiterer positiver Effekt stellt sich oftmals auch dadurch ein, dass sich der Patient energiegeladener fühlt, da sich der Energiefluss im Körper wieder harmonisiert. Beim Abnehmen mit Sport und Ernährung hilft die Akupunktur dabei, dass man langfristig abnehmen kann.

Nicht jeder mag mit einem Protein-Shake abnehmen, daher ist die Alternative, das Essverhalten unter Kontrolle zu bringen. Hierbei kann die Akupunktur ein wertvoller Helfer sein. Denn mit den richtigen Mahlzeiten zum Abnehmen steht dem Erfolg nichts mehr im Wege.